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Ausbau der Harnsteintherapie am Kreiskrankenhaus Demmin, Vorpommern-Magazin 2016

Dr. Thilo Schiller im OP

Im Frühjahr 2016 kam Dr. Thilo Schiller als dritter „Mann“ in die urologische Gemeinschaftspraxis in Demmin.

Gegründet wurde diese vor 26 Jahren von Herrn Dr. Bernd Sanmann. Seit 2002 führt er sie gemeinsam mit Herrn Dr. Alexander Bendel. Das Behandlungsspektrum der urologischen Praxis mit Belegbetten am Kreiskrankenhaus (KKH) Demmin umfasst fast alle Erkrankungen im Fachgebiet Urologie. Dr. Schiller war zuvor als Facharzt in der Urologischen Klinik der Universitätsmedizin Greifswald tätig. Sein Spezialgebiet ist die Behandlung von Harnsteinerkrankungen mittels minimal-invasiver Operationsverfahren.

In den letzten Jahren hat die Häufigkeit von Harnsteinerkrankungen (sog. Urolithiasis) weltweit und v.a. in den westlich geprägten Industrienationen zugenommen. Gleichzeitig konnten durch eine rasche und stetige Weiterentwicklung des endo-urologischen Instrumentariums die Behandlungsmöglichkeiten der betroffenen Stein-Patienten/innen deutlich verbessert werden. Zum führenden Verfahren in der modernen Steintherapie hat sich die Ureterorenoskopie (URS), das endoskopische Ausspiegeln des Harnleiters und der Niere über die Harnröhre bzw. Harnblase, etabliert. Mit Hilfe eines Lasers bzw. spezieller Steinfangkörbchen können die Steine schonend entfernt werden.

Eine weitere Operationsmethode stellt die sog. Perkutane Nephrolitholapraxie (Mini-PNL) dar. Dieses Verfahren kommt v.a. bei großen Nierensteinen zum Einsatz. Hier wird ein Endoskop von außen durch die Haut in die Niere eingebracht und das Steinmaterial unter Sicht nach entsprechender Zerkleinerung (Desintegration) entfernt.
Beide Verfahren werden seit dem letzten Sommer nun auch im KKH Demmin erfolgreich angewendet. Das Demminer Krankenhaus verfügt neben einem modernen Laser über die neueste Generation der flexiblen URS-Instrumente/Endoskope. Dabei handelt es sich um digitale Geräte mit einem integrierten Kamera-Chip (sog. Chip-on-the-tip), die bei gleichzeitig minimalem Instrumentendurchmesser mit hoher Beweglichkeit (Flexibilität), eine hervorragende Bildqualität sicherstellen.

Erschienen im Vorpommern-Magazin, 2016

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